Baumaßnahmen im Beethoven-Gymnasium

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Stratievski
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Baumaßnahmen im Beethoven-Gymnasium

Beitrag von Stratievski » Montag 13. Juli 2020, 12:07

Schriftliche Anfrage vom 23.06.2020

Eva Reitz-Reule, SPD-Fraktion.

Beantwortet am 10.07.2020

Baumaßnahmen im Beethoven-Gymnasium

1) Welche Baumaßnahmen wurden bis jetzt im 1. Bauabschnitt am Beethoven-Gymnasium durchgeführt?

Der 70ger-Jahre-Bau wurde saniert, dazu gehört:

Dachsanierung,
Erneuerung Blitzschutz,
Erneuerung Brandschutz und Hausalarm,
Fenstersanierung incl. Erneuerung von Sonnenschutz und Verdunklung,
Erneuerung aller Flurwände aus brandschutztechnischen Gründen,
Schadstoffsanierung,
Erneuerung der gesamten Technischen Gebäudeausstattung, Erhöhung des Ausstattungsstandards,
Erneuerung der Schüler- und Lehrer-WCs,
Erneuerung der Innentüren,
Erneuerung der Bodenbeläge,
Erneuerung TGA im Keller des Altbaus zur Versorgung des Neubauflügels, teilweise statische Ertüchtigung der Kellerdecken.

2) Steht endlich der Termin für die Übergabe des 1. Bauabschnittes des Beethoven-Gymnasiums fest?

Die Übergabe an das Schulamt erfolgte am 07.07.2020

3) Wenn ja, liegt der Termin vor dem Beginn des neuen Schuljahres 2020/21?

Ja, die Übergabe erfolgt in den Sommerferien, genauso wie der Rückzug aus den Ausweichquartieren und der Abbau sämtlicher Containeranlagen auf dem Schulgelände.

4) Welche Unterstützung bekommt die Schule vom Bezirksamt für den Umzug?

Folgende Hilfen wurde der Schule durch das Bezirksamt gegeben:

Transport von Mobiliar durch ein Umzugsunternehmen,
Demontage und Montage von Smartboards/Whiteboards und Tafelanlagen, sowie Inbetriebnahme,
Transport und Entsorgung von Chemikalien,
Bauliche Instandsetzung (Maler, Sanitär, Elektro, Bauhaupt, Tischler) in bestimmten Räumen des Altbaus (Ausweichräume für Biologie/Chemie/Lehrerzimmer/Umkleideräume),
Aufstellung von Sperrmüll-Containern,
Beratungsleistung,
Krisenmanagement,
Beauftragung von Sonderreinigungen im Schulbetrieb,
Überwachung der Einhaltung der geltenden Eindämmungsverordnung im Umzugszeitraum,
Zeitmanagement.
Für die Umsetzung des Rückzugs und Umzugs steht das Schulamt und der Nutzer im ständigen Austausch.

5) Welche Gründe gab es für die starken Verzögerungen des 1. Bauabschnittes?

Ursprünglich war lediglich die Sanierung der Fenster und der Elektrik vorgesehen. Zwischenzeitlich soll das die gesamte Schule in mehreren Schritten vollständig saniert werden. Die Gründe für die längere Bauzeit sind vielfältig: Es gab Planungsfehler, insbesondre im Bereich der Technik (Heizung, Blitzschutz), welche eine umfassende Anpassung notwendig machte. Ursprünglich war der Erhalt der Flurwände geplant; aus brandschutztechnischen Gründen erfolgte eine Erneuerung aller Flurwände inklusive Anpassung der Grundrisse, was zu Verzögerungen führte. Eine zusätzliche Maßnahme, die sich im Zuge der Baumaßnahme entwickelte, war die Erneuerung der Schüler-WCs aufgrund eines Havarieschadens. Insgesamt hat sich der Umfang der ursprünglichen Sanierung deutlich vergrößert, was immer wieder Anpassungen notwendig machte.

Die Maßnahme wurde im laufenden Schulbetrieb durchgeführt, was eine besondere Rücksichtnahme z.B. auf Prüfungstermine, etc notwendig machte. Bei echter Baufreiheit wäre dies nicht notwendig gewesen.

6) Welche zeitlichen Vorstellungen hat das Bezirksamt für die Durchführung des 2. Bauabschnittes?

Eine zeitliche Vorstellung für den 2. Bauabschnitt kann zur Zeit nicht verlässlich mitgeteilt werden. Baubeginn wird jedoch sicherlich nicht vor 2022 sein können. Die Dauer der Arbeiten hängt dann wesentlich davon ab, ob wieder mit laufendem Schulbetrieb gebaut werden soll.

7) Wurde für den 2. Bauabschnitt schon ein neues Vergabeverfahren eingeleitet?

Nein

8) Wie hoch waren die Planungskosten für den gestoppten 2. Bauabschnitt?

Diese Planungskosten werden erst feststehen, wenn geklärt ist, welche Teile der Planungen übernommen werden können.

9) Hat man sich von den Planern des 1. Bauabschnittes getrennt?

Die Planer des 1. Bauabschnitts haben diesen zu Ende geführt.

10) Wie hoch ist die Differenz der neuen Planungskosten zu den alten Planungskosten, wie sie im Haushaltsplan 2020/21 veranschlagt sind?

Vgl. Frage 8)

11) Wie stellt das Bezirksamt sicher, dass zu Beginn des Schuljahres 2021/22 der 2. Bauabschnitt, wie eigentlich geplant, auch abgeschlossen ist?

Die Planung der Fertigstellung im kommenden Jahr ist bereits seit langer Zeit nicht mehr aktuell.

12) Hat das Bezirksamt schon Überlegungen angestellt und mit der Schulleitung abgesprochen, welche Maßnahmen man ergreift, wenn der 2. Bauabschnitt zum Schuljahr 2021/22 nicht abgeschlossen ist?

Kleinere notwendige Sanierungsarbeiten werden im Rahmen der allgemeinen baulichen Unterhaltung umgesetzt. Ab dem Schuljahresbeginn 2020/2021 steht der Schule das gesamte Schulgebäude, einschließlich des sanierten Neubaus zur Verfügung.

13) Wie lange will das Bezirksamt der Schule diese jahrelangen Provisorien und Unsicherheiten noch zumuten?

Es handelt sich nicht um ein jahrelanges Provisorium, sondern um ein stark sanierungsbedürftiges denkmalgeschütztes großes Schulgebäude, welches einer Grundsanierung bedarf. Der 70-Jahre-Bau ist fertig. Der Rest des Gebäudes soll nach sorgfältiger Planung mit einem tragfähigen Ausweichkonzept ebenfalls saniert werden. Mindestens für die nächsten zwei Schuljahre soll die Schule aber in Ruhe arbeiten können. Dies ist in der Schule bekannt.

Mit freundlichen Grüßen
Maren Schellenberg
Bezirksstadträtin

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